Rechnungen für Digital-Marketing-Agenturen: Retainer, Projekte und Werbebudget sauber trennen
Eine moderne Digital-Marketing-Agentur lebt von drei Einnahmequellen: monatliche Retainer (SEO, Content, Social), einmalige Projekte (Website-Relaunch, Kampagnenstart), und Werbebudget-Durchläufer (Google Ads, Meta Ads, LinkedIn Ads). Das Problem: Genau dieser Mix macht die Buchhaltung anspruchsvoll. Werbebudget ist kein Umsatz, aber muss dokumentiert werden. Retainer-Kunden erwarten Reports. Projekte haben Meilensteine mit Teilrechnungen.
Warum Digital-Marketing-Agenturen ein durchdachtes System brauchen
Die Branche kämpft mit Margendruck. Wer Werbebudget durchreicht und vergisst, das im Rechnungsfluss korrekt darzustellen, wirkt unseriös. Wer Retainer-Leistungen nicht dokumentiert, kann sich nicht gegen den „aber dafür habt ihr ja den Retainer”-Vorwurf wehren.
Hinzu kommt: Ad-Spend wird meist mit Aufschlag (10–20 %) weiterberechnet. Diese Provision korrekt auszuweisen, ist Pflicht.
Die größten Schmerzpunkte
1. Retainer + Projekt + Ad-Spend. Drei verschiedene Rechnungslogiken pro Kunde.
2. Reporting-Pflicht. Kunde erwartet monatlich ein Report-PDF.
3. Ad-Budget-Vorfinanzierung. Sie zahlen Google Ads 5.000 € vor, der Kunde zahlt 30 Tage später.
4. Kampagnen-Pauschalen. Kampagnenaufsatz vs. laufende Betreuung.
5. Internationale Kunden. Multi-Currency, OSS, Reverse-Charge.
6. Mitarbeiter-Mehraufwand. Strategie-Workshop vom Senior abrechnen, Ausführung vom Junior.
Wie InvoiceFlow das löst
Retainer als Recurring mit detaillierter Position
Monatlicher SEO-Retainer 2.800 € als Recurring – mit „Inkludierte Leistungen” als Block: 15 h Beratung, 4 Artikel, 2 Backlinks.
Werbebudget als durchlaufender Posten + Provision
Position „Ad-Spend Google Ads” als durchlaufend, separate Zeile „Agency-Fee 15 %” als Provision. Sauberer USt-Ausweis pro Zeile.
Projekt-Meilenstein-Rechnungen
50 % bei Auftrag, 30 % bei Konzeptabnahme, 20 % bei Launch – alle als Abschlagsrechnungen mit Verweis aufeinander.
Multi-Currency + OSS
US-Kunde in USD, schwedischer Kunde in EUR mit OSS-Logik.
Profil-Trennung Holding vs. Agenturmarke
Wenn Sie eine Holding mit zwei Marken haben, getrennte Profile mit eigenen Logos.
Time-Tracking integriert
Senior-Strategie-Stunden und Junior-Ausführungs-Stunden getrennt erfassen, gegen Retainer-Kontingent verbuchen.
E-Mail-Templates mit Merge-Feldern
„Hallo {{Vorname}}, hier die Rechnung für {{Monat}} – inklusive Performance-Report im Anhang.”
Praxisbeispiel: Beatrice aus Würzburg
Beatrice Eckert leitet „Eckert & Friends Digital”, 7-Personen-Agentur. Acht Retainer-Kunden, zwei laufende Projekte, Werbebudget gesamt 28.000 € pro Monat durchgereicht.
Bisher: drei Excel-Sheets pro Kunde, Rechnungen monatelang verzögert. Seit Februar 2026: InvoiceFlow. Retainer laufen automatisch am 1. jeden Monats. Werbebudget-Position wird mit OCR aus dem Google-Ads-Beleg übernommen, 15 % Provision automatisch addiert. Projektrechnungen mit Meilensteinen.
Cashflow um 18 Tage verbessert. Streit über Retainer-Leistungen gegen Null.
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Profil mit Steuernummer und USt-IdNr.
- Kunden mit Retainer-Plan, Sprache, Währung.
- Produktkatalog: Retainer-Pakete, Stundenposten Senior/Junior, Ad-Spend, Provision, Setup-Pauschalen.
- Recurring-Pläne für Retainer.
- Pro Projekt Meilenstein-Plan.
- Monatlich Ad-Spend-Position aus Google/Meta-Reports übernehmen.
- Performance-Report als PDF-Anhang.
Häufige Fehler
- Ad-Spend mit Honorar verwechseln.
- Provision nicht ausweisen.
- Retainer-Leistungen nicht dokumentieren.
- Meilensteinrechnungen ohne Verweis aufeinander – Verwirrung.
- OSS ignorieren bei B2C-EU-Kunden.
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