Rechnungen für Maler und Lackierer: Quadratmeter, Untergrundvorbereitung und §35a richtig abrechnen
Die Wohnung in Dresden-Neustadt: drei Zimmer, 78 qm Wandfläche, 38 qm Deckenfläche, Untergrund teils tapeziert (muss abgelöst werden), teils direkt streichbar. Termin: Donnerstag bis Samstag. Daneben läuft ein größerer Auftrag in einem neu gebauten Bürohaus: 1.200 qm Wandfläche, Spachtelung Q3, Anstrich, Sockelleisten-Schutz – B2B mit X-Rechnung-Pflicht. Maler-Aufträge sind qm-getrieben, untergrund-sensibel und müssen für Privatkunden §35a-konform getrennt sein, für Gewerbekunden VOB-tauglich.
Warum Maler eigene Rechnungslogik brauchen
Maler-Kalkulation: qm-Preis variiert nach Untergrund (Q1 bis Q4 Spachtelqualität), Anzahl Anstriche, Farbart (Dispersion, Latex, Lasur, Lack), Aufwand (Decke, Wand, Türen, Heizkörper). Tapeten ablösen ist Mehraufwand. Möbel-Verschieben und Abkleben separate Positionen.
Eindeutige §35a-Trennung für Privatkunden Pflicht – Lohnanteil eigenständig.
B2B (Generalunternehmer, Bauträger): §13b UStG kann greifen.
Material: Caparol, Brillux, Sto-Belege ablegen.
Die größten Schmerzpunkte
qm-Aufmaß genau dokumentieren. Brutto-Netto, Fensterabzüge, Türabzüge.
Untergrundqualität definieren. “Q3-Spachtelung” muss im Angebot stehen – sonst Streit.
Mehraufwand für Tapeten/Risse. Nachträglich begründet abzurechnen.
Material vs. Lohn. §35a-Trennung Pflicht.
Privatkunde vs. Bauunternehmer. §13b oder USt?
Schimmelsanierung als Sonderfall. Eigene Vorschriften, eigene Materialien.
Wie InvoiceFlow das löst
qm-Positionen mit Untergrund-Variante
“Wand streichen Q2”, “Wand streichen Q3 inkl. Spachtelung”, “Decke streichen weiß 2 Anstriche” – jede Position pro qm.
Anzahlung bei großen Aufträgen
500+ qm: Anzahlung 30%, Schluss 70%.
Lohn/Material-Trennung
§35a-Standard.
Belege OCR
Brillux, Caparol, Sto-Lieferscheine.
Custom PDF Template
Untergrund-Doku, Q-Klassifikation als Feld.
X-Rechnung B2B
Bauträger und kommunale Aufträge.
Mobile Aufmaß-Erfassung
Vor Ort tablet-basiert.
Wiederkehrende Aufträge
Bürogebäude-Auffrischung alle 2 Jahre als Termin.
Praxisbeispiel: Andrea aus Dresden
Andrea führt einen Malerbetrieb mit zwei Mitarbeitern. Privatkunden-Wohnungen und mittelgroße Gewerbeaufträge. Vor InvoiceFlow: Aufmaß auf Papier, später ins Excel, Streit bei Privatkunden über Mehraufwand für Tapetenablöse häufig.
Heute: Privatauftrag Familie Weiß. Aufmaß in InvoiceFlow vor Ort am Tablet, qm-Tabelle, Untergrund je Raum dokumentiert. Angebot 2.350 EUR mit Lohn/Material-Splitting. Beim Auftrag tapetenablöse-Mehraufwand vor Beginn schriftlich bestätigt in App. Schlussrechnung §35a-konform.
Bürohaus-Auftrag: 1.200 qm Q3, X-Rechnung 19.800 EUR netto an Bauträger (kein §13b da Bauträger als Endbesteller agiert, nicht Bauunternehmer im Sinne §13b).
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Maler-Profil mit Handwerkskammer.
- qm-Positionen je Untergrund.
- Aufmaß-App-Workflow etablieren.
- §35a-Trennung Standard.
- Mehraufwand schriftlich vorab.
- B2B X-Rechnung-Logik prüfen (§13b oder USt?).
- Belege Großhändler OCR.
Häufige Fehler
Untergrundqualität nicht im Angebot – Streit bei Übergabe.
Tapetenablöse nachträglich addieren – Kunde verweigert.
§35a-Trennung fehlt – Privatkunde unzufrieden.
Heizkörper-Lackierung pauschal – kalkulationsverlust.
Mehraufwand nicht dokumentiert – nicht durchsetzbar.
Jetzt starten
Lade InvoiceFlow, baue deinen qm-Positionskatalog mit Q-Klassen, erfasse das nächste Aufmaß am Tablet und schreibe sauber §35a-konform.